04/07/2011

Ethos stimmt gemeinsam mit einer internationalen Gruppe von nachhaltigen Investoren an der BP-Generalversammlung vom 14. April 2011 gegen den Jahresbericht. Ausserdem stimmt die Investorengruppe gegen die Wiederwahl einiger Mitglieder des Verwaltungsratsausschusses für Sicherheit, Ethik und Umwelt.

Diese Position wird mit der ungenügenden Reaktion von BP auf die soziale und ökologische Katastrophe im Golf von Mexiko nach der Explosion der Ölförderplattform „Deepwater Horizon“ im April 2010 begründet.

Der Jahresbericht 2010 des britischen Energiekonzerns BP verweist auf zahlreiche Risiken und Herausforderungen im Bereich Umwelt. Er enthält aber nur ungenügend Informationen, um die Verbesserungen des Risikomanagements im Anschluss an die erwähnte Katastrophe zu beurteilen. Es fehlen insbesondere Informationen, wie der Verwaltungsrat ökologische Risiken beurteilt, bewirtschaftet und kontrolliert oder wie dieser solche Risiken künftig erkennen will. Zudem steht gemäss dem Jahresbericht von BP der Wandel zu einer CO2-ärmeren Wirtschaft im Zentrum der langfristigen Unternehmensstrategie. Die Berichterstattung von BP zeigt allerdings nicht auf, wie der Energiekonzern diese Strategie umsetzen will.

Aus diesen Gründen lehnen Ethos und die internationale Investorengruppe an der BP-Generalversammlung den Jahresbericht ab und stimmen gegen die Wiederwahl von einigen Mitgliedern des Verwaltungsratsausschusses für Sicherheit, Ethik und Umwelt. Damit wollen sie dem Verwaltungsrat ein Signal geben: Sie machen das Unternehmen für die Katastrophe im Golf von Mexiko verantwortlich und erwarten, dass BP ausführlichere Information zur kurz- und langfristigen Strategie, deren Umsetzung und zur Bekämpfung des Klimawandels bereitstellt.

Mehr Info: www.cbisonline.com

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Nachhaltige Entwicklung