Anlässlich des 75. Jahrestages der Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki bekräftigen Ethos und andere Investoren, die sich im Netzwerk Shareholders for Change (SfC) zusammengeschlossen haben, ihre ausdrückliche Ablehnung der Finanzierung von Atomwaffen. Sie erheben, zusammen mit der internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) und den Überlebenden der Angriffe, die Stimme, um «Never again!» zu sagen.

Das Jahr 2020 markiert den 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf die Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. bzw. 9. August 1945. Da auch die meisten Ärzte und Krankenschwestern getötet und die Krankenhäuser funktionsunfähig wurden, starben die meisten Opfer ohne irgendwelche Hilfe, die ihr Leiden hätte lindern können.

Anlässlich dieses tragischen Jahrestages bekräftigt die Ethos Stiftung ihren Entscheid, weder direkt noch indirekt im Atomwaffensektor tätige Unternehmen zu finanzieren. Weil sie, im Rahmen ihrer allgemeinen Anlagerichtlinien, jegliche finanzielle Beziehung zu Atomwaffenproduzenten vermeidet, wurde Ethos in die «Hall of Fame» der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) aufgenommen.

«Ethos schliesst sich der ICAN und den Überlebenden der Angriffe, den Hibakusha, an und erhebt die Stimme, um Nie wieder! zu sagen», bekräftigt Vincent Kaufmann, Direktor von Ethos. «Als Investoren liegt es an uns, Atomwaffen nicht zu finanzieren und ihre Verbreitung in der Welt so zu verhindern.»

ICAN ist eine internationale Kampagne, welche die Bemühungen koordiniert, den UN-Vertrag über das Verbot von Atomwaffen (TPNW) von 2017 zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. ICAN wurde aufgrund dieser Bemühungen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Zusammen mit der NGO PAX veröffentlicht ICAN die Studie «Don't Bank on the Bomb», welche jährlich aktualisiert wird. Diese Studie identifiziert die grössten Investoren in Atomwaffenfirmen und die fortschrittlichen Investoren, welche Investitionen in Atomwaffenproduzenten einschränken. Die neueste Studie (2019) ist hier verfügbar: 

Studie 2019 «Don't Bank on the Bomb» 

Foto: © Clare Conboy