An der gestrigen Sika-Generalversammlung haben 97% der Aktionäre ohne Verbindung zur Familie Burkard für den Antrag von Ethos gestimmt, der verlangte, dass das Opting out gestrichen wird. Diese Aktionäre haben ebenfalls in grosser Zahl den Präsidenten und die unabhängigen Mitglieder des Verwaltungsrats unterstützt. Die Burkard Familie sah sich vollkommen isoliert im Vorhaben, ihren Anteil an den Konkurrenten Saint Gobain zu verkaufen.

An der gestrigen Sika-Generalversammlung haben 97% der Aktionäre ohne Verbindung zur Familie Burkard für den Antrag von Ethos gestimmt, der verlangte, dass das Opting out gestrichen wird. Diese Aktionäre haben ebenfalls in grosser Zahl den Präsidenten und die unabhängigen Mitglieder des Verwaltungsrats unterstützt. Die Burkard Familie sah sich vollkommen isoliert im Vorhaben, ihren Anteil an den Konkurrenten Saint Gobain zu verkaufen.

An der Generalversammlung hat der Direktor der Ethos Stiftung folgende zwei Ansprachen gehalten, welche grossen Applaus von den 700 anwesenden Aktionäre bekamen.

Der Verwaltungsratspräsident, Dr. P. Hälg, gab am Anfang der Generalversammlung bekannt, dass eine Mehrheit des Verwaltungsrats entschieden hatte, die Stimmrechte der von der Familie Burkard mittels der Schenker Winkler Holding (SWH) gehaltenen Namensaktien auf 5% zu beschränken. Diese Beschränkung wurde jedoch nur auf die Abstimmungen angewendet, welche in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf der SWH an Saint Gobain stehen. Diese Beschränkung erlaubte es, die Stabilität des Unternehmens zu sichern und eine Machtübernahme durch SWH im Verwaltungsrat zu vermeiden, was die Kontrolle der Sika durch Saint Gobain besiegelt hätte.

Ethos bedauert, dass die Stimmrechtsbeschränkung nicht auch auf die Abstimmung über ihren Antrag angewendet wurde, welcher die Streichung der Opting-out Klausel verlangte. Somit wurde der Antrag automatisch abgelehnt, da SWH mit ihren 52% der Stimmrechte dagegen war. Nichtsdestotrotz erzielte der Antrag unter den anderen Aktionären (ohne Verbindung zur Familie Burkard) beachtliche 97% JA-Stimmen. Das zeigt klar, dass die Opting out-Klausel praktisch von allen anderen Aktionären, welche 84% des Kapitals halten, abgelehnt wird.

Am Ende der Versammlung gelang es SWH, eine ausserordentliche Generalversammlung für den kommenden 24. Juli einzuberufen, um drei unabhängige Verwaltungsräte abzuwählen, darunter den Präsidenten. Ethos gibt an dieser Stelle bereits ihre Ablehnung dieser Dreier-Abwahl bekannt. Die Stiftung hat weiterhin vollstes Vertrauen in die sechs nicht mit der SWH verbundenen Mitglieder des Verwaltungsrats und in die Geschäftsleitung der Sika, haben diese doch ganz klar ihre Treue und ihren Einsatz unter Beweis gestellt, um die Interessen der Aktionäre im Besitz von 84% des Kapitals zu wahren, ebenso wie die Interessen der Mitarbeiter und anderer Anspruchsgruppen des Unternehmens.