Generalversammlung der Credit Suisse: Ethos erwartet Antworten vom Verwaltungsrat

In den letzten Wochen war die Credit Suisse mit zwei bedeutenden Finanzskandalen konfrontiert (Archegos Capital und Greensill), die Fragen zur Governance und zum Risikomanagement der Bank aufwerfen. Kurz vor der jährlichen Generalversammlung hat Ethos im Zusammenhang mit diesen jüngsten Affären mehrere Fragen an den Verwaltungsrat gerichtet. 

«Say on Climate»: LafargeHolcim erfüllt Forderung von Ethos

LafargeHolcim gab am Donnerstag bekannt, dass das Unternehmen dem Anliegen von Ethos nachkommt, eine Klimastrategie zu erarbeiten und diese den Aktionärinnen und Aktionären an der Generalversammlung 2022 zur Abstimmung vorzulegen. Ethos begrüsst den Entscheid des Verwaltungsrates, das Aktionariat in die Validierung der Klimastrategie miteinzubeziehen.

«Say on Climate»: Nestlé kommt einer Forderung von Ethos entgegen

Während der letzten Monate führte Ethos zahlreiche Gespräche mit den Verwaltungsräten von Nestlé und LafargeHolcim, mit dem Ziel, sie dazu zu bewegen, ihren Bericht zur Klimastrategie freiwillig den Aktionären zur Abstimmung vorzulegen. Nachdem die Ethos Stiftung und sieben Pensionskassen einen Aktionärsantrag für die Generalversammlung von Nestlé eingereicht hatten, kündigte der Verwaltungsrat von Nestlé am Dienstag, 16. März, an, seine Klimastrategie am 15. April 2021 der Generalversammlung zur konsultativen Abstimmung vorzulegen. Nach dieser begrüssenswerten Entscheidung zog die Ethos Stiftung den Aktionärsantrag zurück. Mit LafargeHolcim laufen die Gespräche noch und das Unternehmen wird seinen Entscheid in den kommenden Wochen bekanntgeben.

Ethos verschärft ihre Stimmrechtsrichtlinien in den Bereichen Klima und Diversität

Ethos hat heute Donnerstag die 20. Ausgabe ihrer Richtlinien zur Ausübung der Stimmrechte und ihrer Grundsätze für Corporate Governance für die Generalversammlungen 2021 veröffentlicht. Die Stiftung fordert von den grossen Treibhausgasemittenten, dass sie einen Bericht zur Klimastrategie erstellen und den Aktionären jährlich zur Abstimmung vorlegen. Zu diesem Zweck führt Ethos neue Abstimmungskriterien in ihren Richtlinien ein.

Generalversammlung der Credit Suisse: Ethos empfiehlt, die Décharge und die Vergütungen der Führungsinstanzen abzulehnen

In Anbetracht der schwerwiegenden Mängel, welche infolge des Beschattungsskandals festgestellt wurden, empfiehlt Ethos, an der Generalversammlung der Credit Suisse Group vom 30. April 2020 den Führungsinstanzen der Bank die Décharge nicht zu erteilen. Des Weiteren empfiehlt Ethos, die Vergütungen der Führungsinstanzen sowie die Wiederwahl des Verwaltungsratspräsidenten abzulehnen. Schliesslich rät Ethos den Aktionären, aufgrund der mit der Coronavirus-Pandemie verbundenen Ungewissheit die Auszahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2019 aufzuschieben.

Ethos Studie: Generalversammlungen 2019 und Vergütungen 2018 der Führungsinstanzen der in der Schweiz kotierten Unternehmen

Ethos veröffentlicht heute einen Rückblick auf die Generalversammlungen 2019 und eine Übersicht über die Vergütungen 2018 der Führungsinstanzen der börsenkotierten Unternehmen des SPI. Der Druck der Aktionäre auf diese Unternehmen bleibt nach wie vor hoch: an 8 Generalversammlungen wurde eine Rekordzahl von 15 Verwaltungsratsanträgen von den Aktionären abgelehnt. Die durchschnittliche Vergütung der CEOs der SMI-Unternehmen liegt bei CHF 7.1 Millionen, 5% über dem Schnitt des Vorjahres.

Meyer Burger : Ethos empfiehlt die Ablehnung der Wahl eines Vertreters von Sentis Capital an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 30.10.2019

Die Ethos Stiftung empfiehlt, den Verwaltungsrat zu unterstützen und die Wahl von Herrn Mark Kerekes an der ausserordentlichen Generalversammlung vom kommenden 30. Oktober abzulehnen. Diese Versammlung wurde durch eine von Sentis Capital, einer Beteiligungsgesellschaft im Besitz des russischen Anlegers Petr Kondrashev, und weiteren Aktionären gebildeten Gruppe einberufen, mit dem Ziel, ihren Vertreter in den Verwaltungsrat zu wählen. Diese Aktionärsgruppe hält insgesamt 11% des Kapitals des Unternehmens. Der Verwaltungsrat von Meyer Burger empfiehlt einstimmig, die Wahl von Herrn Mark Kerekes abzulehnen.

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