Credit Suisse: Ethos erwartet Verbesserungen bei Corporate Governance und Umwelt- und Sozialverantwortung

In einer Stellungnahme von Direktor Vincent Kaufmann an der heutigen Credit Suisse-Generalversammlung empfiehlt Ethos den Aktionärinnen und Aktionären, die verschiedenen Vorschläge des Verwaltungsrats in Bezug auf die Vergütungen der Führungsinstanzen abzulehnen und gegen die Wiederwahl des Verwaltungsratspräsidenten zu stimmen. Zudem verlangt Ethos, dass die Bank ihre Umwelt- und Sozialverantwortung verbessert.

Der Ethos Swiss Corporate Governance Index feiert seinen ersten Jahrestag

Am 27. Januar 2017 lancierte die Ethos Stiftung mit dem Ethos Swiss Corporate Governance Index (ESCGI) den ersten Börsenindex, der die Corporate Governance der Schweizer Unternehmen berücksichtigt. Bei Abschluss dieses ersten Jahres liegt seine Performance leicht über derjenigen des SPI. Das beweist, dass Nachhaltigkeitskriterien sich durchaus mit den Ertragsanforderungen der Anleger vereinbaren lassen. Heute wird dieser Index bei Investitionen in Schweizer Aktien für Vermögenswerte von 581 Millionen CHF hauptsächlich im Besitz von Pensionskassen angewandt.

Stabübergabe bei Ethos aufgegleist

Seit mehreren Jahren zeigen sich die Mitbegründer von Ethos entschlossen, ihre Funktionen im Rahmen eines geordneten, progressiven und auf Kontinuität bedachten Nachfolgeprozesses an die nächste Generation weiterzugeben. Die erste Etappe fand 2015 mit dem Ausscheiden des damaligen Präsidenten Kaspar Müller und der Aufgabe der operativen Tätigkeiten durch Dr. Dominique Biedermann statt, der vom Direktor in das Amt des Präsidenten des Ethos-Stiftungsrats und des Verwaltungsrats von Ethos Services wechselte. Der nächste Schritt besteht nun darin, auch die Präsidentschaft von Ethos und Ethos Services an neue Personen weiterzugeben. Dr. Dominique Biedermann betont: «Die Ergebnisse, die seit der Gründung von Ethos erzielt wurden, sind bemerkenswert. Mit mehr als 220 Mitgliedsinstitutionen ist die Ethos Stiftung zu einem wichtigen Akteur im Bereich der nachhaltigen Anlagen geworden. Wir sind jetzt bereit, die Präsidentschaft an die nächste Generation zu übergeben.»

Ethos-Richtlinien zur Ausübung der Stimmrechte 2018: neue Anforderungen an den Vergütungsbericht

Die Ethos Stiftung veröffentlicht die 17. Ausgabe ihrer Richtlinien zur Ausübung der Stimmrechte und Grundsätze zur Corporate Governance. Die Ausgabe 2018 verdeutlicht insbesondere die Erwartungen von Ethos in Bezug auf die Genehmigung der Vergütungsberichte bei börsenkotierten Unternehmen. Ethos erwartet von den Unternehmen vor allem mehr Transparenz über die variablen Vergütungen, welche mehrere Jahre nach ihrer Zuteilung am Ende der Leistungsbemessungsperiode ausbezahlt wurden.

Ethos Studie über die Generalversammlungen 2017: Der Widerstand nimmt zu

Der Widerstand der Aktionäre ist 2017 gestiegen, dies zeigt die jährliche Ethos Studie über die Generalversammlungen, Vergütungen und Corporate Governance der in der Schweiz kotierten Unternehmen. Insgesamt wurden 14% der Anträge mit weniger als 90% Ja-Stimmen von den Aktionären angenommen, im Vergleich zu 12% im vergangenen Jahr. Bei den Abstimmungen über die Vergütungen der Führungsinstanzen zeigten sich die Aktionäre besonders kritisch. Parallel zur Veröffentlichung ihrer Studie gibt Ethos auch ihre Erwartungen an den zurzeit im Parlament beratenen Entwurf zur Revision des Aktienrechts bekannt.

Ja zu mehr Transparenz bei den Beratungsmandaten der Proxy Advisors (Stimmrechtsberater)

Die Schweizer Börse SIX Swiss Exchange hat eine neue Bestimmung ihrer Richtlinie betr. Informationen zur Corporate Governance in die Vernehmlassung gegeben. Die Bestimmung soll die kotierten Gesellschaften verpflichten, die Namen der Proxy Advisors (Stimmrechtsberater) zu veröffentlichen, die sie mit anderen Dienstleistungen als den Stimmempfehlungen betraut haben. In diesen Fällen sollen auch die Honorare dieser Proxy Advisors bekanntgegeben werden. Ethos befürwortet diese neue Bestimmung, mit der die Interessenkonflikte gewisser Stimmrechtsberater vermieden werden sollen.

Sika-Generalversammlung: Ethos erneuert ihre Unterstützung der Verwaltungsratsmitglieder ohne Verbindung zur Familie Burkard

An der Generalversammlung der Sika vom 11.4.2017 wird die Ethos Stiftung die Wiederwahl der sechs Verwaltungsratsmitglieder ohne Verbindung zur Familie Burkard empfehlen. Diese setzen sich seit mehr als zwei Jahren zum Erhalt der Unabhängigkeit von Sika gegen die feindliche Übernahme durch Saint-Gobain ein. Ethos empfiehlt dahingegen, die Entlastung sowie die Wiederwahl der drei die Familie Burkard vertretenden Verwaltungsratsmitglieder (Urs Burkard, Willi Leimer, Jürgen Tinggren) abzulehnen. Weiterhin empfiehlt Ethos, die Wahl von Prof. Jacques Bischoff, einem Vertreter der SWH, abzulehnen, der von der Familie Burkard nach Ablauf der Traktandierungsfrist zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen wurde.

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