Ethos nimmt mit grosser Genugtuung zur Kenntnis, dass zwischen dem Sika-Verwaltungsrat, der Familie Burkard und Saint-Gobain eine gütliche Einigung erzielt wurde, welche im Interesse aller Beteiligten liegt und die Unabhängigkeit des Unternehmens gewährleistet. Als nebenintervenierende Partei im Rechtsstreit an der Seite der nicht mit der Familie Burkard verbundenen Verwaltungsratsmitglieder hat die Ethos Stiftung die Bemühungen um den Erhalt der Unabhängigkeit von Sika stets unterstützt. Die Stiftung begrüsst die Entscheidung des Verwaltungsrats, für den 11. Juni 2018 eine ausserordentliche Generalversammlung einzuberufen, um die Gleichbehandlung der Aktionäre wiederherzustellen.

«Als langfristiger Aktionär von Sika freuen wir uns sehr über die gefundene Lösung. Wir begrüssen den gesunden Menschenverstand der Verhandlungspartner, dem es zu verdanken ist, dass das Unternehmen seine Wachstumsstrategie erfolgreich und unabhängig weiterverfolgen kann», sagt Ethos-Präsident Dr. Dominique Biedermann, der sich in den letzten Jahren regelmässig an den Generalversammlungen von Sika zu Wort meldete, um die Parteien zu einvernehmlichen Verhandlungen aufzufordern.

Dank dieser Vereinbarung wird der Rechtsstreit beigelegt, zu dem es im Dezember 2014 infolge der Entscheidung der Familie Burkard kam, ihre Beteiligung an Sika, die 17% des Kapitals und 52% der Stimmrechte entspricht, an den Konkurrenten Saint-Gobain zu verkaufen.

Im Anschluss an die von den Parteien getroffene Vereinbarung unterstützt Ethos die Absicht des Verwaltungsrats, die Kapitalstruktur zu vereinfachen und die Gleichbehandlung der Aktionäre unverzüglich an einer ausserordentlichen Generalversammlung am 11. Juni 2018 einzuführen. Dazu gehört insbesondere die Genehmigung der Anträge des Verwaltungsrates zur Einführung der Einheitsaktie sowie zur Abschaffung der Eintragungslimite der Aktionäre und der Opting-out-Klausel.