Ethos begrüsst die Veröffentlichung der fünften Studie von Boston Common Asset Management zum Management von Klimarisiken bei weltweit tätigen Grossbanken. Diese Studie zeigt, dass die von den Banken getroffenen Massnahmen noch weitgehend unzureichend sind. Ethos hat an dieser internationalen Initiative mitgearbeitet und führt diesbezüglich laufend einen Dialog mit den Schweizer Banken. Dabei werden die Banken aufgefordert, sich stärker im Kampf gegen den Klimawandel zu engagieren, indem sie den Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft finanzieren.

Seit mehr als fünf Jahren führt Boston Common Asset Management in Zusammenarbeit mit einer Reihe von regionalen Akteuren, darunter Ethos, einen Dialog mit 58 der weltweit grössten Banken, darunter die Credit Suisse und UBS, bezüglich Strategien zur Bekämpfung des Klimawandels. Die Studie stellt einige Fortschritte im Bereich der Corporate Governance fest, da nunmehr 69% der untersuchten Banken die Empfehlungen der « Task Force on Climate-related Financial Disclosures » (TCFD) unterstützen und 78% der Banken ihre Klima-Risiken bewerten.

Leider zeigt die Studie auch, dass, trotz dieser Bewertungen, 40% der untersuchten Banken keine Richtlinien für den Ausschluss oder die Beschränkung der Finanzierung derjenigen Unternehmen haben, welche den grössten CO2-Ausstoss verursachen. Der bevorstehende Börsengang des Erdölkonzerns Saudi Aramco zeugt von der Schwierigkeit, den Worten auch Taten folgen zu lassen: die Investmentbank der Credit Suisse ist eines der wichtigsten an dieser Transaktion beteiligten Finanzinstitute.

Ethos unterstützt die Empfehlungen der Studie von Boston Common Asset Management, welche von den Banken Folgendes verlangt:

  • Einführung einer klaren Strategie zur Dekarbonisierung ihrer Bilanzen, einschliesslich präziser Zeitpläne zur Beschränkung und schrittweisen Beendigung der Finanzierung fossiler Energieträger und von Abholzung.
  • Festlegung von genauen Zielen zur Erhöhung des Anteils nachhaltiger Finanzierungen an der gesamten Finanzierungstätigkeit.
  • Veröffentlichung der verwendeten Definitionen von «CO2-armen» und «grünen» Investitionen und Hinweis darauf, falls es sich um eine allfällige Neuzuordnung oder ein «Re-Branding» von bereits bestehenden Produkten handelt.
  • Definition einer Strategie für verantwortungsvolles Lobbying und Förderung von ambitionierten Klimastrategien bei Interessengruppen, Regierungen und Regulatoren.

Bericht von Boston Common Asset Management

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