Am 30. April 2020 veröffentlichte die Workforce Disclosure Initiative (WDI) ihren Jahresbericht 2019. Diese von ShareAction koordinierte und von mehr als 130 Investoren, darunter Ethos und die Mitglieder des Ethos Engagement Pool International, unterstützte Initiative fordert von kotierten Unternehmen mehr Transparenz in Bezug auf das Management von Arbeitnehmern, sowohl innerhalb der Unternehmen als auch in deren Lieferketten. 2019 haben sich 28 weitere Unternehmen entschieden, den WDI-Fragebogen auszufüllen, womit sich Anzahl der antwortenden Unternehmen auf insgesamt 118 erhöht. 

Am 30. April 2020 hat die Workforce Disclosure Initiative (WDI), die von Ethos und den Mitgliedern des Ethos Engagement Pool International unterstützt wird, ihren Jahresbericht 2019 veröffentlicht. Die 130 Investoren, welche diese Initiative unterstützen, verwalten Vermögen von mehr als USD 14'000 Milliarden. Insgesamt wurden 2019 750 Unternehmen zur Teilnahme an der WDI-Umfrage eingeladen. 118 Unternehmen aus 17 Ländern füllten den Fragebogen aus, einschliesslich erstmalig Unternehmen aus Südafrika, Brasilien und Russland. Einige grosse Unternehmen wie BT, Microsoft, Unilever, Nestlé oder Glaxo Smith Kline antworteten das dritte Jahr in Folge.

Die WDI-Umfrage beinhaltet insgesamt 180 Fragen zu zehn Themenbereichen wie Mitarbeiterfluktuation, Personalentwicklung und Arbeitnehmerrechte in den Lieferketten. Die teilnehmenden Unternehmen beschäftigen 10 Millionen Menschen und viele weitere in ihren Lieferketten. Die Zunahme der Anzahl Unternehmen, welche freiwillig an der Umfrage teilnehmen, ist erfreulich, bleibt jedoch verhältnismässig gering. Insbesondre in einer Zeit, in welcher der Ruf der Investoren nach Transparenz in Sachen Nachhaltigkeit immer lauter wird.

Die aktuelle COVID-19-Pandemie erschüttert die Welt, wie wir sie kennen, erheblich und rückt die soziale Dimension wieder in den Mittelpunkt des nachhaltigen Investierens. Sie zeigt, wie wichtig es ist, Arbeitskräfte zu schützen sowie verantwortungsvolle und widerstandsfähige Lieferketten aufzubauen. Durch die Förderung der Transparenz in Bezug auf Unternehmensrichtlinien und -praktiken, welche das Leben von Arbeitskräften auf der ganzen Welt bestimmen, will die WDI die Qualität der Arbeitsplätze in den Betrieben und Lieferketten der Unternehmen verbessern. Unternehmen zu ermutigen, sich besser um ihre Mitarbeiter und Zulieferer zu kümmern, ist ein Mittel, um soziale Unruhen und extreme politische Ergebnisse zu verhindern, und somit von wesentlicher Bedeutung für stabile Gesellschaften und Märkte. Für langfristig orientierte institutionelle Anleger ist es von entscheidender Bedeutung, zuverlässige und vergleichbare Daten zum Umgang der Unternehmen mit sozialen Fragen in Investitionsentscheidungen einzubeziehen.

In diesem Zusammenhang ist Ethos dankbar, ein so wertvolles Instrument für den Dialog mit den Unternehmen zur Verfügung zu haben. Ethos ist stolz darauf, die WDI zu unterstützen, während diese in eine neue Phase eintritt und künftig als eigenständige Organisation agieren wird. Im Rahmen ihrer Dialogaktivitäten mit den börsenkotierten Unternehmen wird Ethos die von der Initiative anvisierten Unternehmen bitten, diesen Fragebogen auszufüllen und sich an die identifizierten Best Practices zu halten.